Neues Beweismaterial über Ausbeutung von Kindern in den Baumwollfeldern Usbekistans ist ans Licht gekommen: Während der vergangenen Baumwollernte schlossen staatliche Beamte im September erneut Schulen und zwangen teilweise sogar neunjährige Kinder, ihre Klassenzimmer zu verlassen, um auf den Feldern Baumwolle zu pflücken.
Usbekistans florierende Baumwollindustrie – derzeit der drittgrößte Exporteur der Welt - hängt jedes Jahr während der drei Erntemonate von der Zwangsarbeit Hunderttausender Kinder ab.
Usbekische Baumwolle wird überwiegend für den europäischen Markt produziert. Obwohl die Europäische Union ausbeuterische Kinderarbeit in der usbekischen Bauwollproduktion streng verurteilt, räumt die EU trotz ihrer eigenen gegenläufigen Richtlinien der usbekischen Regierung nach wie vor ermäßigte Tarife für ihre Baumwollimporte ein.
Wir, die Unterzeichner, rufen die Europäische Union auf, ihre eigenen Regelungen in Kraft zu setzen und in Anbetracht der staatlich unterstützten ausbeuterischen Kinderarbeit in der Baumwollindustrie des Landes die begünstigten Handelstarife Usbekistans für in die EU importiere Bauwolle mit sofortiger Wirkung aufzuheben.
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